Geschichte

Auf der Suche nach etwas Neuem, im Bestreben den Trends der Zeit hin zur Erlebnisgastronomie zu folgen, besannen sich die Waldegg-Wirtsleute Anita und Chläus Dörig Mitte der 1990er Jahre auf die appenzellischen Wurzeln ihrer Familie und ihres Betriebs. Die verrücktesten Ideen waren zuvor geprüft und wieder verworfen worden. Je mehr sie über neue Attraktionen nachdachten, desto klarer schälte sich der Weg zurück zu den Wurzeln heraus.

Der Bau eines authentischen Appenzeller Bauernhauses in Form eines Restaurants kam auch den beruflichen Fähigkeiten und Liebhabereien von Chläus entgegen. So konnte er unbeschränkte Energie durch seine hölzige Ader fliessen lassen. Der Bau der neuen Wirtschaft, die einmal den neu erfundenen Namen Schnuggebock tragen sollte, bewies, dass das einheimische Gewerbe zu Recht als Hort der traditionellen Zimmermanns- und Schreinerkunst gilt.

Im März 2001 wurde der Schnuggebock mit einem rauschenden Appenzellerfest feierlich eröffnet

Eine Teufener Spezialität

Wir haben den Plausch daran, dass wir mit der Eröffnung vom «Schnuggebock» gleich noch ein neues Wort in Schweizer- und Hochdeutsch erfunden haben. Gemäss Duden gab es das Wort bisher noch nicht. Da findet man nur: Schnucke, die (kurz für Heidschnucke), Schnuckelchen (Schäfchen; auch Kosewort); schnuckelig (nett, süss, lecker); Schnucki, das und zuletzt Schnuckiputz, der (Schnuckelchen).

Bei der Eröffnung von Grosis Bauernhaus war ein putziger Name gefragt. Appenzeller Gade, Kuhstall Bar und dergleichen erschienen uns doch etwas wenig originell. Bei einem guten Tropfen kamen uns dann die Lieblingstiere von Chläus Dörig in den Sinn, seine Heidschnucken. Und plötzlich war er da, der Name: Schnuckenbock. Jetzt nur doch die beiden 'gg' aus Waldegg anstelle des ersten 'ck'. Tönt etwas schweizerdeutscher und macht den Namen etwas weicher: Passt! Schnuggebock!